We Ruin Filme

Es ist die Zeit der Filmfestivals und Filmpreise und wir hinterfragen unseren Filmkonsum. Was für Filme schauen wir und wessen Geschichten werden darin wie erzählt? Wir diskutieren, wie gute Repräsentation in Filmen aussehen kann. Außerdem sprechen wir über die Arbeitsbedingungen bei den Hobbit-Filmen, Taiina erzählt, warum sie niemals „Der letzte Tango in Paris“ sehen möchte und wir fragen uns, wer eigentlich diese „Academy“ ist – zu hören bei Spotify, iTunes, Deezer oder Podigee.

Quellen

Nollywood

Einen kurzen Einblick in die Filmbranche Nigerias gibt diese VICE Doku. Mehr Infos über Nollywood und den Ansatz nigerianischer Regisseure gibt’s in diesem Artikel.

Repräsentation

Repräsentation in Hollywoodfilmen hat der Diversity Report der USC Annenberg untersucht. In der Huffington Post wird argumentiert, dass Repräsentation in Filmen und Serien wichtig ist, weil es beeinflussen kann, wie wir uns selbst und andere sehen. Ein persönliches Beispiel für die Bedeutung von Repräsentation wird hier am Beispiel von „Kick it like Beckham“ beschrieben. Dazu gibt es auch eine Folge des allgemein sehr empfehlenswerten Bechdel-Cast.

In dieser Studie wurde untersucht, wie sich die Darstellung von schwarzen Männern in US-amerikanischen Medien (u.a. in Filmen) auf die Lebensrealität von schwarzen Männern auswirkt. In dieser Studie wurde die Langzeitwirkung von Fernsehkonsum auf das Selbstbewusstsein von Kinder untersucht und festgestellt, dass nur weiße Jungs mit gestärktem Selbstbewusstsein daraus hervorgehen

Frauen & Filme

Eine übersichtliche Infografik zu Frauen in Hollywood hat die New York Film Academy. Eine Studie im Auftrag der Malisa Stiftung trägt Zahlen zu Frauen im deutschen Film und Fernsehen zusammen. Dazu gibt es auch Zahlen bei ProQuote Film. In diesem Artikel könnt ihr nachlesen, wer 2016 – 2018 Regie bei Filmen geführt hat, die von großen Hollywood Firmen produziert wurden – keine Frauen. Mehr Zahlen zu Frauen und Minderheiten gibt es in diesem Artikel von QUARTZ.

Carolin Emcke moderiert ein Panel über Frauen im Film mit Doris Dörrie, Verena Lueken, Maryam Zaree und Angelina Maccarone. Warum es Frauen in Hollywood schwerer als Männern fällt, erfolgreich zu sein und was wir daran ändern können und sollten, erklärt Schauspielerin und Filmemacherin Naomi McDougall in einem TED Talk.

Der Bechdel-Test basiert auf einem Comic von Alison Bechdel aus ihrer Reihe „Dykes to watch out for“ (hier zu sehen). Um den Bechdel-Test zu erfüllen, müssen in einem Film mindestens zwei Frauen vorkommen, die miteinander sprechen und zwar über etwas anderes als Männer. Klingt simpel, faktisch bestehen sehr sehr sehr viele Filme den Bechdel-Test nicht. Basierend auf dem Bechdel-Test gibt es den englischsprachigen Podcast „The Bechdel Cast“, in dem Filme aus feministischer Perspektive besprochen werden.

Queerness & Film

GLAAD hat Zahlen zur Repräsentation von LGBTQ* Menschen in Hollywoodfilmen. „Bury your Gaze“ ist ein Podcast von Mädchenmannschaft, in dem es oft um dieses Thema geht. Hier wird dafür argumentiert, dass trans* Schauspieler*innen trans* Rollen spielen sollen. Und hier wird die Aufregung um Scarlett Johansson erklärt, die genau das nicht so richtig verstanden hat und als cis Frau einen trans* Mann spielen wollte. Im New Statesman und im Independet wird die Debatte, ob hetero Schauspieler*innen queere Rollen spielen sollten, zusammengefasst.

Menschen mit Behinderung & Film

Die Huffington Post schreibt über die Darstellung von Menschen mit Behinderung in Hollywood und fasst die Kritik an „Shape of Water“ zusammen. Die Washington Post hat Zahlen zu Menschen mit Behinderung in Hollywoodfilmen. Maysoon Zayid erzählt in diesem TedTalk davon, wie es ihr als Schauspielerin mit Behinderung in Hollywood ging.

People of Colour & Film

Was Whitewashing ist, wird hier erklärt. Die White Saviour Trope wird hier und hier erklärt. Außerdem gibt es darüber eine sehr gute Insta-Story von Fabienne Sand. Den Zusammenhang von Whitewashing und Yellowfacing beschreibt die Teen Vogue.

Filmpreise & Festivals

Zett erklärt, wie das Auswahlverfahren der Oscars funktioniert und wer hinter dem ominösen Begriff “The Academy” steckt. Da sitzen nämlich hauptsächlich weiße alte Männer, die über die Nominierungen entscheiden, hat die LA Times herausgefunden. Damit die Mitglieder der Akademie einem Film Beachtung schenken, werden große Werbekampagnen gestartet. Harvey Weinstein hatte diese Strategie, mit der es ihm gelang, immer wieder nominiert zu werden. Wie muss ein Film aussehen, damit er für einen Oscar nominiert wird? Die SZ berichtet über eine Studie, die sich das angeschaut hat.

Die Zeit schreibt über Rassismus bei den Oscars, bei denen überwiegend weiße Menschen ausgezeichnet werden. Zwar wurden in diesem Jahr mehr Frauen denn je für einen Oscar nominiert, von Geschlechtergerechtigkeit kann allerdings noch keine Rede sein. In diesem Artikel wird diskutiert, ob die Oscars in genderneutralen Kategorien verliehen werden sollten.

Die #askhermore Kampagne macht darauf aufmerksam, dass Schauspielerinnen auf dem roten Teppich meist nur nach dem Designer ihres Kleids gefragt werden statt nach ihren Filmen und Erfolgen. Der Hashtag #NobodysDoll will auf das unterkomplexe Frauenbild in der Schauspielbranche aufmerksam machen. Sophie Passmann war im letzten Jahr fürs Neo Magazin Royale auf der Berlinale mit der Frage: Wie sexistisch ist die deutsche Filmbranche? Die Antwort ist: ziemlich. (Das meiste davon ist NICHT gespielt, sondern echt.)

Das FESPACO in Ouagadougou ist das größte afrikanische Filmfestival.

Sexuelle Belästigung/Gewalt in der Filmbranche

Die Initiative „Speak Up“, vorgestellt bei der Berlinale 2018, setzt sich gegen Sexismus in der Filmbranche ein, darüber hat Deutschlandfunk Kultur berichtet. Was hinter der neuen Anlaufstelle für Betroffene von sexueller Gewalt in der Filmbranche steckt, erfahrt ihr bei ZEIT ONLINE und der ARD.

Über den Fall Dieter Wedel und warum mehrere TV-Sender die Untersuchungen gegen ihn abgeschlossen haben, schreibt die FAZ. Den Fall der Vergewaltigung in dem Film “Der letzte Tango in Paris“ und die damit verbundenen Äußerungen von Opfern und Tätern, beschreibt der Guardian.

Arbeitsbedingungen beim Film

Die ganze Geschichte hinter der Produktion der Hobbit-Filme und der schlechten Behandlung neuseeländischer Mitarbeiter*innen, gibt’s in diesem Youtube-Video von Lindsay Ellis.

Nachhaltigkeit

Wieso wir mehr Nachhaltigkeit an Filmsets brauchen, hat Tabea Rößner für Neues Deutschland aufgeschrieben.

 

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