We ruin Schokolade

In der zweiten Folge unseres Podcasts sprechen wir über Schokolade – ein Produkt, das kaum aus unserem Alltag wegzudenken ist, ob pur, in Keksen, Kuchen oder Eis. Schmeckt ja auch super! Sobald man sich aber näher mit der Schokoladenproduktion beschäftigt, kommen immer mehr Probleme ans Licht. Kinderarbeit, Ausbeutung und Regenwaldabholzung sind nur einige Stichwörter.

Wie die Schokoladenindustrie den US-Senat lahmlegte, welches die besten Fairtrade-Schokoladen sind und was Philines Erdkundelehrer mit all dem zu tun hat, hört ihr hier:

Quellen

Übersichten:
Public Eye, eine NGO aus der Schweiz, liefert eine ausführliche Übersicht über die Probleme beim Kakaoanbau und der Lieferkette. Die NGO Südwind hat eine übersichtliche Broschüre zusammengestellt, in der sie unter anderem die Situation von Frauen im Kakaoanbau erwähnt. Mit der Kampagne #nachgehakt von make chocolate fair kann man den Herstellern der eigenen Lieblingsschokolade nach der Herkunft der Kakaobohnen fragen, außerdem hat make chocolate fair bereits erhaltene Antworten von Unternehmen veröffentlicht. Hier wurde eine erste Bilanz der Kampagne gezogen. Im Cocoa Barometer werden die Entwicklungen im Kakaoanbau und -handel anschaulich dargestellt. Noch detailliertere Infos über die Geschichte und die wirtschaftliche Entwicklung von Schokolade gibt es im Fachbuch “The Economics of Chocolate” von Mara P. Squicciarini and Johan Swinnen.

Kinderarbeit:
Amnesty International skizziert, wie es zu Kinderarbeit auf Kakaoplantagen in Westafrika kommt. Hier wird das Thema Kinderarbeit kontrovers besprochen, dabei geht es allerdings nicht spezifisch um den Kakaoanbau. In dieser (etwas dramatischen) Doku wird gezeigt, dass Kinderhandel und –arbeit in der Elfenbeinküste auf den Kakaoplantagen oft zum Alltag gehört. Das ist der zweite Teil der Doku “Schmutzige Schokolade”, in dem Projekte gegen Kinderarbeit von großen Schokoladenfirmen besucht werden. Deutschlandfunk Kultur beschreibt in diesem Artikel die Situation von Kindern, die in der Elfenbeinküste auf Kakaoplantagen arbeiten.

Wirtschaft & Konzerne:
Welche Auswirkungen die Liberalisierung des Kakaomarktes hatte, könnt ihr hier nachlesen. Die New York Times schreibt in diesem Artikel über die wirtschaftlichen Erfolge Ghanas. Neben Erdölgewinnung lassen  sich die auch auf  den Anbau und die Verarbeitung von Kakao zurückführen.

Menschenrechte:
Friedel Hütz-Adams von der Universität Duisburg-Essen schreibt in „Menschenrechte im Anbau von Kakao“ ausführlich über Menschenrechte im Kakaoanbau und  konzentriert sich dabei besonders auf die Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria und Ecuador. Außerdem setzt er sich mit Zertifikaten, dem Harkin-Engel-Protokoll und Initiativen von Unternehmen auseinander.

Umwelt & Nachhaltigkeit:
Rittersport stellt hier (mehr oder weniger aussagekräftige) Nachhaltigkeitsanalysen ihrer Produkte dar. Mighty Earth schreibt über die Regenwaldzerstörung durch Kakaoanbau in Westafrika. Kakaoanbau und Regenwaldschutz – wie das zusammenfunktioniert beschreibt Oro Verde.

Zertifikate:
Utopia.de fasst Infos zu Zertifikaten zusammen und hat eine Bestenliste für faire Schokolade zusammengestellt. Das Fairtrade-Zertifikat wird für seine Regelung zu Mischprodukte kritisiert, Fairtrade selbst erklärt das Thema so. Was genau Mengenausgleich bei Fairtrade-Schokolade bedeutet, erklärt die GEPA. Und wie, wann und warum Aldi auf faire Schokolade umsteigen will, steht in diesem Artikel vom Handelsblatt.

Themen, die nicht mehr in die Folge gepasst haben:

Ritter Sport:
Warum es besonders ist, dass Ritter Sport eine eigene Kakaoplantage besitzt, erklärt die Stuttgarter Zeitung. Auch utopia.de lobt den Ansatz.

Frauen:
Die Situation für Frauen auf Kakaoplantagen ist oft sehr prekär. Wieso das so ist,  könnt ihr hier nachlesen.

Politik:
Hier wird zusammengefasst, was die Regierungen in Ghana und der Elfenbeinküste unternehmen, um die Situation der Kakaobäuer*innen zu verbessern. Hier kann man nachlesen, welche Informationen das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zum Thema Kakaoproduktion bereitstellt. Auf der Webseite der World Cocoa Conference kann man sich genauer angucken, welche Themen von wem dort angesprochen wurden. In diesem Artikel des Tagesspiegel findet man Informationen zur World Cocoa Conferene und zu Deutschlands Rolle in der Schokoladenproduktion.

Schwierigkeiten für Journalist*innen:
Der Journalist Guy-Andre Kieffer verschwand 2004 in Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste. Er befand sich dort im Rahmen seiner Recherchen zu Korruption in der Kakaoindustrie.

Unterschiedlicher Konsum:
Deutschlandfunk Nova redet über den Schokoladenkonsum in China.

Die Zukunft des Kakaos:
Deutschlandfunk Nova beschreibt das Zukunftsproblem von Kakao.

Was sonst noch in der Schokolade ist:
Bayern 1 erklärt, warum hinter dem Label Alpenmilch eigentlich nichts steckt.


Werbung, weil Markennennung

 

 

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